Aktuelles zu den Baumaßnahmen in der Langenchursdorfer Kirche

Restaurierung der historischen Bleiglasfenster in der Kirche zu

Langenchursdorf

Vor 120 Jahren glich der Kirchberg in Langenchursdorf einer Großbaustelle. Unter Leitung des Kirchenbaumeisters Quentin aus Pirna wurde unsere Kirche gründlich umgebaut. Dabei legte man die Apsis wieder frei, baute den Triumphbogen zwischen Kirchenschiff und Chor wieder ein und verlängerte das Kirchengebäude um insgesamt 8 Meter. Neben dem Chor entstanden zwei Anbauten, von denen einer heute die Sakristei bildet. Der nördliche Anbau wurde 1972 wieder abgerissen. Neben der Überholung der Orgel, der Anschaffung, eines komplett neuen Geläuts und der Neugestaltung des Altarraums stand damals auch eine komplette Bleiverglasung aller Fensteröffnungen des Gotteshauses auf dem Programm.

Fenster sind die Augen eines Gebäudes. Sie können trübe und traurig, dunkel und abweisend wirken oder aber strahlend hell, freundlich und einladend.

Die Bleiverglasungen sind nun sehr in die Jahre gekommen. Vandalismus, Unwetter und Notreparaturen mit unpassendem Glas machen die Fensterflächen nicht zu einem „Hingucker“. Ganz abgesehen davon wirken sich zerstörte Scheiben negativ auf die Energiebilanz des Kirchengebäudes aus.

Wie man sich vorstellen kann, sind Bleiverglasungen Meisterleistungen handwerklicher Kunst und deshalb auch – zu Recht – nicht als Billigprodukt zu haben.

Eine glückliche Fügung ergab sich, als im Mai letzten Jahres die LEADER-Region Schönburger Land dazu aufrief, Projekte für eine Förderung einzureichen, die Maßnahmen zum Erhalt des ländlichen Kulturerbes zum Inhalt haben. Unsere Kirchgemeinde reichte deshalb das Projekt „Sanierung der Bleiglasfenster“ ein und bekam dankenswerterweise das positive Votum der Region dafür. Der entsprechende Fördermittelbescheid des Landratsamts Zwickau bewilligte uns für das Vorhaben einen Zuschuss in Höhe von knapp 30.000 €. Die Mittel werden von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellt. Glücklicherweise konnte eine renommierte Fachfirma aus dem Erzgebirge für diese doch recht speziellen Arbeiten gefunden werden.

Mittlerweile sind die Sanierungsarbeiten im vollen Gange. Zu erkennen ist das an den mit Sperrholz verkleideten Fensteröffnungen. Wir sind guter Hoffnung und voller Gottvertrauen, dass das Vorhaben noch vor Weihnachten abgeschlossen werden kann und die „Augen“ der Kirche wieder hell und einladend strahlen.

Generalüberholung der historischen Bärmig-Orgel in der Kirche zu

Langenchursdorf

Seit mehr als einem Jahr schon müssen die Gottesdienste in unserer Langenchursdorfer Kirche ohne den vertrauten Klang der Orgel auskommen. Grund hierfür ist eine Generalreparatur des 150jährigen Instruments. Diese Grundinstandsetzung war notwendig geworden, weil die in die Jahre gekommene Orgel deutliche Verschleißerscheinungen aufwies und nur noch eingeschränkt bespielbar war. Mit einer Reparatur im herkömmlichen Stil war ihr nicht mehr zu helfen. Deshalb reichten wir bereits 2019 einen Projektantrag bei der LEADER-Region „Schönburger Land“ ein und baten um Unterstützung. Wir sind sehr dankbar, dass die Region gerade auch solche Projekte tatkräftig unterstützt. Mit dem positiven Votum von dort stellte der Landkreis Zwickau einen Bewilligungsbescheid über mehr als 42.000 € aus. 

Die Arbeiten werden von der Orgelbaufirma Reinhold aus Bernsdorf, die unsere Orgel schon seit vielen Jahren betreut, durchgeführt. Trotz der widrigen Umstände kommen die Arbeiten gut voran. Durch eine glückliche Fügung war es auch möglich, die Prospektpfeifen, also den sichtbaren Teil des gesamten Pfeifenwerks, wieder in Zinn auszuführen, so wie Gotthilf Bärmig sie 1869 einbaute. Mancher wird sich über die Einhausung des Instruments gewundert haben. Dies ist den parallel durchgeführten Arbeiten an den Bleiglasfenstern des Kirchenschiffs geschuldet, die teilweise nicht ohne Staubentwicklung abgehen. Wir sind optimistisch, dass das Instrument bald wieder im Gottesdienst erklingen kann, getreu dem über dem Prospekt angebrachten Spruch „Soli Deo Gloria“.